Gemeinde Heidmühlen

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Sonntag, 20. Mai 2012 um 01:57 Uhr
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Startseite Berichte Das Jahr 2009 Empfang des "Vogelschießenverein"

Empfang des "Vogelschießenverein"

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Anlässlichlich Ihres 40 jährigen Bestehens gab es am Samstag, 24.01.2009 ein Empfang im Sport- und Kultur unserer Gemeinde. Es begann vor 40 Jahren mit der Schließung der örtlichen Dorfschule. Wie in vielen Nachbargemeinden war auch in Heidmühlen die Schule für das Ausrichten des Kinderfestes, des alljährlichen Vogelschießens, verantwortlich. Dieser Brauch drohte mit der Angliederung an die Ricklinger Schule 1969 einzuschlafen. Eltern taten sich zusammen, und Otto Witthohn, Martin Gensmer und Wilma Kersbaum gründeten den „Vogelschießenverein". Neben dem Sommerfest gab es damals Theaterfahrten nach Lübeck und Kiel, Laternenumzüge, später auch Faschingsfeiern, Besuche des Weihnachtsmanns und vieles mehr. Die Heidmühlener sind stolz auf Ihren Verein, der ohne die Erhebung von Vereinbeiträgen rein ehrenamtlich viele Feste in der Gemeinde ausrichtet. Mitglied ist jeder Bürger über 18 Jahren der Gemeinde, es Bedarf keines Eintritts. Anläßlich des 40-jährigen Bestehens des Vereins wurden nun alle ehemaligen Vorsitzenden, die Vorstandsmitglieder, die 10 Jahre und länger dabei waren, sowie Vertreter der unterstützenden Vereine eingeladen. Der Empfang ist der Auftakt zum Jubiläumsjahr. Neben monatlichen Veranstaltungen folgt im Juni das Vogelschießen für Kinder und Erwachsene, diesmal über 2 Tage, und ein Jubiläumsball. Gerhard Tietge und sein Vorstandsteam empfingen Ihre Gäste zum Jubiläumsempfang mit guter Laune und der Funke sprang über. Wenig Programm hatte Tietge für die ca. 50 geladenen Gäste im Sport- und Kulturheim geplant. Eine kurze Ansprache und Fotos aus den vergangenen 40 Jahren, die als Diashow an die Wand geworfen wurden reichten, um bei den Anwesenden Erinnerungen zu wecken.
Wehrführer Hans Hinrich Pohlmann erinnert sich an eine Fahrradfelge, die an der Spitze einer Metallstange angebracht war. An dieser hingen mit Wäscheklammern befestigt Schokoriegel, die durch Hinaufklettern, mehr oder weniger schwer verdient werden mussten. Jürgen Sohrt, als ehemaliger Vorsitzender des Vogelschießenvereins und jetziger Vorsitzender der Dreschvereinigung geladen, erinnert einen Abend, an dem ein besonders ehrgeiziger Sportler eine Wette verlor. Er schafft es entgegen der Erwartungen nicht ebendiese Felge zu erreichen. Sohrt gab zu, die Stange vorher mit Schmierseife bearbeitet zu haben. Hella Schütt, Vorsitzende der Landfrauen fühlte sich durch die gezeigten Bilder an die Vogelschießenfeste ihrer Kindheit in Boostedt erinnert. Der ehemalige Amtsvorsteher Günter Timm erinnert, in seiner Kindheit aufgrund des währenden Krieges um den Spaß der Kinderfeste betrogen worden zu sein. Diese fanden damals schlicht nicht statt. Axel Strate wird nie die staunenden Kinderaugen vergessen, die er während seiner Tätigkeit als Weihnachtsmann für den Verein erblickte. Ein Schmunzeln ging durch die Reihen, als er von jetzt Erwachsenen erzählte, die er vor mehr als 20 Jahren beschenkte. Ramona Glihsmann, die über 20 Jahre im Vorstand tätig war erinnert die Geburt Ihrer Tochter in der Nacht nach einem Laternenumzug, und die Angst , dass der Vorstand sein Versprechen wahr machen könnte, geschlossen im Kreissaal zu erscheinen, sollte es tatsächlich losgehen. Bürgermeister Geert Uwe Carstensen dankte dem „besonderen" Verein und überreichte einen symbolischen Scheck der Gemeinde.
Auch die anderen anwesenden Vereine überreichten Geschenke und wünschen dem Verein weiterhin ein gutes Gelingen. Martin Gensmer, einer der Gründer, erinnert sich besonders gern an die Theaterfahrten der Weihnachtszeit und an die fehlenden Siegerschärpen. Die Ehefrau des damaligen Vorsitzenden Witthohn kaufte nach langem Suchen des gesamten Vorstands noch kurz vor der Siegerehrung neue Schärpen. Markus Breiholz erinnert einen Laternenumzug im Matsch nach einem Panzermanöver. Alle Anwesenden genoosen die Erinnerungen und loben den Verein für die jetzigen Aktivitäten. Alle wollen die gezeigten Bilder vervollständigen und weitere für kommende Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Der Vogelschießenverein der Gemeinde blickt einem ereignisreichen Jahr entgegen.
Die geplanten Aktivitäten, sowie ein kleines Archiv über die Vergangenheit sollen in Kürze auf der Vereinsseite nachzulesen sein.

Ein tolles Team

Ein tolles Team von ehrenamtlichen Helfern hat der Vorsitzende Gerhard Tietge (hinten Mitte) für Feste und Aktivitäten an seiner Seite. Die gute Laune der Gastgeber tat ihren Teil zum Gelingen des Empfangs.

Die Gründer

Otto Witthohn (hinten links) Martin Gensmer und Wilma Kersbaum haben im Jahre 1969 den „Vogelschießenverein Heidmühlen" gegründet, um das alljahrliche Fest, das bis dahin von der örtlichen Schule organisiert wurde nicht zu verlieren.

Erster und jetziger Vorsitzender

Otto Witthohn, erster Vorsitzender des Vereins von 1969 bis 1972, und Gerhard Tietge, Vorsitzender seit 2006, mit einem Schild aus den 80er Jahren, das zum Absichern des Umzuges genutzt wurde.

Alle Vorsitzende

Vorne Mitte die Gründer: Martin Gensmer, Otto Witthohn (Vorsitzender 69 - 72) und Wilma Kersbaum, stehend Markus Breiholz (72-76), Erich Kröger (82-89), Axel Strate (78-82), Urda Carstensen (02-06), Jürgen Sohrt (89-99) Bernd Jensen (76-78), Volker Lehmann (99-02) und Gerhard Tietge (seit 06)