Etwas überraschend kam für die Gemeindevertreter in Heidmühlen auf ihrer Sitzung eine Entdeckung des Bürgermeisters. Geert Uwe Carstensen war darüber gestolpert, dass Heidmühlen in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiern kann. Am 1. Oktober 1935 wurde bei einer Kommunalreform die heutige Gemeinde gegründet. Zuvor hatte es nebeneinander zwei Heidmühlen gegeben - eines mit dem Beinamen Segeberg und ein wesentlich kleineres mit dem Zusatz Bordesholm (in etwa das Gebiet des Mühlenholzes).
Jedes hatte natürlich einen eigenen Bürgermeister. Carstensens Vorschlag, am Sonnabend, 2. Oktober, den Tag zu feiern, fand zunächst wegen der als zu kurz eingeschätzten Vorbereitungszeit nur ein geteiltes Echo. Doch letztlich stach das Argument, datumsnah an den Termin zu erinnern. Und noch ein weiteres Jubiläum fand auf der Sitzung Würdigung. "Nicht dass du glaubst, wir haben dich nicht mehr lieb", hatte Manfred Strate Geert Uwe Carstensen angesprochen und ihm ein Geschenk überreicht: "Es lag nur an der langen Sitzungspause seit März." Zwischenzeitig hatte nämlich der Bürgermeister mit 20 Jahren im Amt sein persönliches Jubiläum.Klare Verhältnisse im Kindergarten - dafür stimmten im nicht öffentlichen Teil der Sitzung Heidmühlens Gemeindevertreter. Zukünftig soll es nun eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren (Krippengruppe) und eine für die Kindergartenkinder über drei Jahren geben. "Die gemischte Gruppe hat sich nicht bewährt", zog Bürgermeister Geert Uwe Carstensen das Fazit auch aus zahlreichen Elternbeschwerden. Darüber hinaus wurde die Festanstellung einer Aushilfskraft und die Ausschreibung einer neuen zusätzlichen Erzieherinnen-Stelle beschlossen.
Zuvor waren im öffentlichen Teil der Sitzung im Gasthof Pieper bereits einige Weichen für die weitere Entwicklung des Ortes gestellt worden. Es wurde die Aufstellung eines F-Plans an der Wahlstedter Straße beschlossen, wo eine Gewerbehalle entstehen soll. Außerdem wurde für den Ballfangzaun am Bolzplatz der Materialkauf für 1.300 Euro beschlossen. Und für den Betrieb der neuen gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Scheune am Klint wurde ein Vertrag mit einer Steuerberatungsfirma genehmigt, ebenso wie ein Versicherungsvertrag.
Ein Punkt blieb auf der Sitzung dagegen offen. Ein neuer Ortsnaturschutzbeauftragter konnte nicht verpflichtet werden, denn es gab keine Vorschläge. Daher wurde diese Angelegenheit auf eine spätere Sitzung verschoben.
Original erschienen:
Holsteinischer Courier, Rund um Neumünster, Seite 31, 08.07.2010, Text und Foto: hf




