Gemeinde Heidmühlen

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Startschuss für das große Dreschfest im August in Heidmühlen

Heidmühlen.        Der Startschuss für das große Dreschfest in Heidmühlen am Sonnabend, den 24. und Sonntag, den 25. August 2018 ist am Wochenende gefallen. Mit 10 Treckern, drei Anhänger und dem betagten Mähbinder hatten sich knapp zwanzig Mitglieder der Dreschgemeinschaft Heidmühlen auf der Kornkoppel von Frank Kahl getroffen, um Garben für das Dreschfest zu binden. Diese werden dann beim großen Dreschfest benötigt, um den interessierten Zuschauern zu zeigen, wie in früheren Zeiten geerntet und gedroschen wurde. Präsentiert wird dann das Dreschen mit dem Dreschflegel, mit dem Stifts- und Breitdrescher und natürlich mit der großen Hummel – Dreschmaschine.

Ohne Probleme mähte der über 70 Jahre alte Mähbinder die Kornhalme, beförderte diese mit einem Laufband zum Knoter, der daraus dann die Garben band. Knapp zwei Meter breit ist das Mähwerk mit der Haspel, die den Halm in die richtige Lage bringt. Wenn man diese Maschine mit den heutigen riesigen Mähdreschern vergleicht, kann man verstehen, warum  früher die Äcker so viel kleiner waren. Es war trotzdem schon eine Erleichterung für die schweißtreibende Arbeit auf dem Bauernhof während der Ernte. Diese war in diesem Jahr so früh nötig geworden, da durch die langanhaltende Trockenheit das Getreide viel früher reif geworden ist und sonst das Korn aus den Ähren gefallen wäre. Wie ein „Alter“ arbeitete der Landwirtschafts - Azubi Jonas Lubbe auf dem Deutz mit dem Mähbinder. Weitere Gruppen waren dann mit Trecker und Anhänger dabei, die Garben auf die Wagen zu staken und dort so zu verladen, dass auf dem Weg in den Unterstand keine verloren gehen. Die älteren Mitglieder hatten dies noch in ihrer Jugend gelernt und konnten so ihr Wissen weitergeben. Bei dem sonnigen Wetter machte die Arbeit allen viel Spaß. „Wer heute mitgeholfen hat, konnte sich die mühevolle Arbeit auf dem Bauernhof sehr gut vorstellen“, meinte der erste Vorsitzende Thomas Posilek. „die Arbeit war ja nicht so wie heute nach gut 3Stunden erledigt, sondern ging den ganzen Tag und das über mehrere Wochen. Wir drücken die Daumen, dass das Wetter zum Dreschfest gut sein wird!“ Neben den alten Maschinen wird es wieder die Möglichkeit geben, selbst mal mit dem Trecker eine Runde zu drehen. Es wird einen Flohmarkt geben, ebenso wieder ein Fahrerlager und die Ausstellung der vielen verschiedenen Trecker auf der Festwiese an der Wahlstedter Straße. Außerdem wird die Arbeit in der Heuernte zur damaligen Zeit gezeigt, der Buschhacker kommt wieder zum Einsatz und auch Kartoffeln werden gerodet und können selbst gesammelt werden. Für Speis und Trank ist auch gesorgt und es wird wieder ein Tortenbuffet geben. Sonntagmorgen um 10.00 Uhr ist dann wieder der plattdeutsche Zeltgottesdienst zu hören. Der Verein hofft wieder auf viele Besucher an den Veranstaltungstagen. Krö

 

 

Bild 1:        der alte Mähbinder mit der Haspel, dem Förderband und dem Garbenbinder mit Auswurf, fachmännisch betrachtet von Hans Kröger  (von rechts), Ingo Kahl und Thomas Posilek

 

Bild 2:        Jonas Lubbe auf dem Deutz mit dem Mähbinder bei der Arbeit

 

Bild 3:        Matthias Linau und Thomas Posilek beim Beladen des Wagens mit den Garben

 

Bild 4:        zwei Gespanne bereit für die Fahrt in die Scheune

Dreschvereinigung Heidmühlen, Jahreshauptversammlung

schnelle Jahreshauptversammlung der Drescher in Heidmühlen „Sprüttenhus“ war wieder gut besucht

Heidmühlen.       
So schnell war die Jahreshauptversammlung der Dreschvereinigung Heidmühlen lange nicht durchgeführt worden, als der 1. Vorsitzende Thomas Posilek seine erste Versammlung als Leiter um 20.45 Uhr schließen konnte. Diese musste vom 26. Oktober 2017 wegen eines Feuerwehreinsatzes auf Donnerstag, den 30. November 2017 verschoben werden. Pünktlich um 20.00 Uhr konnte Posilek 35 Anwesende der insgesamt 138 Mitglieder starken Vereinigung im „Sprüttenhus“ in Heidmühlen begrüßen. In seinem Jahresbericht ging er nochmal auf die Aktivitäten des letzten Jahres ein. So wurden im Laufe des Jahres wieder Kartoffeln gepflanzt und bei dem großen Kartoffelfest am 23. September 2017 auf dem Vereinsacker geerntet. Zusätzlich waren viele Mitglieder zwei Mal beim Sammeln des Kartoffelkäfers aktiv. Dies musste durchgeführt werden, da die Kartoffeln biologisch angebaut wurden und so für die Käfer im wahrsten Sinne des Wortes „ein gefundenes Fressen“ waren. Die Drescher beteiligten sich wieder am Osterfeuer am Schießstand (fiel wegen Schlechtwetter jedoch aus) und gewannen einen Pokal beim Pokalschiessen der Kyffhäusergemeinschaft. Traditionell waren viele Mitglieder wieder am Himmelfahrtstag nach Brokstedt zum Lanzbulldogtreffen gefahren und Ende Juli wurde eine Treckerausfahrt bis zum Gut Petluis bei Daldorf bei leider schlechtem Wetter sehr erfolgreich durchgeführt. Der Grillabschluss fand dann beim Mitglied Christian Schneider statt. Im Juli konnte dann die überarbeitete WELGER – Presse eingesetzt werden und hat dann gute Dienste geleistet. Der Unterstand am Sportplatz wurde u. a. von Christian Müller, Arne und Marco Voß mit Schiebetüren versehen, so dass jetzt auch vom Vereinsacker bei Veranstaltungen die Flächen optimal genutzt werden können. Im November fand dann auf dem Acker von Mario Meyn das alljährliche Pflügen statt. Fünf Clubabende wurden durchgeführt und dreimal traf sich der Vorstand. Veranstaltungen von befreundeten Vereinen konnten teilweise besucht werden. Dies ist allerdings noch ausbaufähig.

Niels Schröder als 2. Maschinenwart berichtete aus seinem Bereich. Besonders zu erwähnen ist das Pflastern in der Klinter Scheune, die Reparatur der Welger-Presse und der Kartoffelsortiermaschine, sowie die Anschaffung eines größeren Toilettenwagens. Für den wird noch eine Unterstellmöglichkeit gesucht. Über ein leichtes Minus konnte die Kassenwartin Susanne Kahl berichten. Dies sei jedoch nicht besorgniserregend, der Kassenstand ist immer noch gut. Kassenwartin und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Bei den Wahlen gab es folgende Veränderungen: Ingo Wöbke trat als erster Maschinenwart zurück und Niels Schröder wurde einstimmig gewählt. Die beiden Stellvertreter hierbei sind jetzt Ingo Kahl und Hans-Jürgen Wieben. Marco Voß bleibt im Festausschuss und Matthias Linau wurde als Kassenprüfer gewählt.

Bürgermeister Geert Uwe Carstensen dankte dem Verein für den Umbau des Unterstandes und wünscht weiterhin viel Erfolg. Für das nächste Jahr ist wieder ein großes Dreschfest geplant, informierte der Vorsitzende. Er hofft bei den dafür anstehenden Arbeiten auf reichliche Unterstützung, damit die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg wird. „Das wir so schnell mit den Punkten durch sind, damit habe ich nicht gerechnet,“ sagte ein sichtlich zufriedener Th. Posilek. Er freue sich auf weiterhin sehr aktive Mitglieder bei den kommenden Veranstaltungen. Krö  

Bild 1: der neue Vorstand von links mit Detlef Kröger, Susanne Kahl, Olaf Voß, Anja Kröger, Arne Voß, Thomas Posilek, Niels Schröder, Hans-Jürgen Wieben, Marco Voß, Ingo Kahl und Christian Müller. Es fehlt Stefan Stüber
Bild 2: die Vorstandsriege kurz vor dem Beginn der Versammlung
Bild 3: der erste Vorsitzende Thomas Posilek mit seinem Vertreter Detlef Kröger

 

Viel Spaß beim diesjährigen Pflügen der Drescher aus Heidmühlen viele Zuschauer fanden den Weg auf den Acker von Mario Meyn

Heidmühlen. Mit viel Spaß hatte der Festausschuss der Dreschgemeinschaft Heidmühlen das alljährliche Pflügen geplant und den Weg dorthin gut ausgeschildert. Auch die Einladung kam, wie in den letzten Jahren, sehr kurzfristig. Am Sonntag, den 12. November 2017 waren rund 50 Mitglieder und Gäste auf die Koppel von Mario Meyn im Mühlenweg gekommen, um sich die Arbeiten mit den Maschinen aus den Fünfziger- und Sechziger Jahren anzusehen. Mit Trecker und Pflug waren 15 Vereinsmitglieder erschienen, um ihr Können mit den alten Maschinen zu demonstrieren. Die ersten Furchen zog allerdings ein „Jungspund“ der 16jährige Jonas Lubbe mit dem alten Deutz und Pflug von Detlef Kröger. Als wenn er es schon immer gemacht hatte, Schnurgerade legte er los und zeigte den alten Hasen, wie sauber gearbeitet werden kann, wenn die Maschinen ordentlich gepflegt und richtig eingestellt sind. Schnell fingen weitere Mitglieder mit ihren Treckern und Zwei-, bzw. Dreischarpflügen an und bearbeiteten den Acker. Bei diesem Boden wurde die Pflugschare schnell wieder blank, hatten sie doch fast ein Jahr bei ihren Besitzern in der Ecke gelegen und wurden nicht eingesetzt. An seinem Fendt Fix 2 hatte Erich Kröger eine Egge angebaut, mit der das frisch gepflügte Land weiter bearbeitet wurde. Alle hatten viel Spaß dabei und freuten sich, dass die alten Trecker immer noch ohne Probleme die schwere Arbeit bewältigten. Der Qual aus dem Auspuff zeigte jedoch, wie sehr die Maschinen beansprucht wurden. Zwischendurch stärkten sich die Anwesenden an der Bratwurst oder dem Nackensteak, sowie an den Getränken. Schnell fanden Gruppen zusammen zum Klönen und fachsimpeln. Man kann schon erkennen, wer seinen Pflug optimal eingestellt hat, meinte einer der Zuschauer, dass sieht man dann an der Furche, bzw. an den Schwung, mit dem die Erde umgepflügt wurde. Trotz schlechter Wettervorhersage blieb es trocken und es machte allen sehr viel Spaß. Thomas Posilek, der erste Vorsitzende, war mit der Resonanz sehr zufrieden.
Zum Abschluss lud er alle Teilnehmer zu sich auf den Hof zu einem Arbeitsbier ein, um den Tag nochmal Revue passieren zu lassen. Der nächste Termin der Dreschgemeinschaft ist dann am Donnerstag, den 30. November um 20.00 Uhr im „Sprüttenhus“, um die ausgefallene Jahreshauptversammlung durchzuführen. krö  

Bild 1: mit seinem langsamen Deutz erreichte Detlef Kröger diese wunderbare „Pflugschlange“
Bild 2: der „Jungspund“ Jonas Lubbe mit dem Deutz beim Pflügen
Bild 3: Anja Kröger und Siegfried Minsen vor einigen Schmuckstücken der Mitglieder